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Meine Inspiration

img_0215Ich habe letzte Woche meinen ersten Blogbeitrag geschrieben. Das war absolut nicht geplant, ich wundere mich immer noch, dass ich es überhaupt getan habe… Klar, dass ich die ganze Zeit am Grübeln bin, wie es eigentlich dazu gekommen ist. Ich meine, der Auslöser war tatsächlich jenes Glitzer-Söckchen-Gespräch mit meinem Sohn, von dem ich schon erzählt habe. Aber ich denke, das hat woanders angefangen, sich gesammelt und so letztendlich seinen Weg gefunden…

Ja, ich liebe Mode. Bei mir muss es passen, ich denke manchmal mit den Augen! Ich bin mit Nähmaschinen, Schnitte, Kreide, Burda und Verena (das auch noch!) aufgewachsen. Meine Oma war Schneiderin und das ganze Haus ihr Atelier, meine Tante machte für uns aus einfachen weißen T-Shirts Kunststücke mit Pailleten bestickt und meine Mutter hat alles, was ich angezogen habe, selbst genäht: von der Hose über mein Abi-Ball-Kleid und dem Fischgratmantel, den ich anziehen durfte, als ich mein Studium angefangen habe bis zu meinem heißgeliebten Cape, was ich heute noch gerne anziehe. War wohl nicht ausgelastet genug als Ärztin in Vollzeit. Bis ich mit 21 nach Deutschland gekommen bin, hatte ich nur ganz, ganz selten Konfektionskleidung getragen.

Das prägt. Und wächst weiter, sonst würde ich heute um diese Uhrzeit schon im Bett liegen, anstatt noch zu schreiben.

Der erste (und einzige) Blog, dem ich je gefolgt und auf den ich gestoßen bin in Zeiten, in denen der Begriff „Blog“ in seinen Kinderschuhen steckte, ist  The Sartorialist von Scott Shumann (http://www.thesartorialist.com). Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich überhaupt dazu gekommen bin. Vermutlich über Etsy und Vogue und mein damaliges (und andauerndes) Interesse für Vintage. Ich mag es nämlich sehr, wenn Outfits was Eigenes und Besonderes haben, etwas Altes, etwas Wertvolles. Alles neu von Kopf bis Fuß und groß gedruckte Logos sind so gar nicht mein Ding. Ausnahmen würde ich in einigen seltenen Fällen machen😉.

Die Bilder von Scott Shumann haben mich fasziniert. Ich habe mir sofort das Buch gekauft und blättere heute hin und wieder dadrin, um etwas frischen Wind zu schnappen. Die Art und Weise, wie er ganz normale Menschen auf der Straße und aber auch Leute der Fashion Industrie durch die Linse seiner Kamera gesehen hat, die Details und die überraschenden Outfit-Statements, kurz auf der Straße oder in Cafés festgehalten, all das hat mich unglaublich inspiriert und macht in meinen Augen den Begriff „personal Style“ erst richtig greifbar.

Damals waren Scott Shumann und die Französin Garance Dore eines der umjubelten Paare der Fashionbranche und so kam ich dazu, auch ihren Blog zu lesen (http://www.garancedore.com). In den letzten Jahren sehr beschäftigt, kam ich immer seltener dazu, mich um meine Leidenschaft zu kümmern und hatte auch die Tatsache, dass Garance Dore ein Buch herausgebracht hat, schlichtweg übersehen. Diesen Sommer erst habe ich es entdeckt und gleich in einem Atemzug gelesen und ich denke, dass hat dann den Schalter umgelegt.

Ach ja, Lisa Eldridge darf ich natürlich nicht vergessen! Ich habe sie entdeckt, als sie noch Creative Director bei Chanel war. Ihre Tutorials sind einmalig. Im Netz gibt es unzählige Videos, in denen gezeigt wird, wie man  Contouring, Strobbing Augenbrauen-Formen und was sonst noch die Themen sind, die die meisten (jungen) Frauen beschäftigen, richtig gemacht werden. Es ist meist aufwendig und unrealistisch, so schminkt man sich im Alltag doch gar nicht! Das, was Lisa mit ihrem Können schafft, ist nichts Gekünsteltes. Sie zeigt, wie man mit guten (nicht unbedingt luxorösen) Produkten sein Gesicht ins beste Licht rücken kann (http://www.lisaeldridge.com). Sie hilft Frauen jeden Alters diverse Probleme zu bewältigen und zeigt, jede Frau kann schön sein. Ihr enormes Wissen, mittlerweile in einem tollen Buch gefasst, hat mich beflügelt. Ich kucke sonst keine Vlogs, aber ihre Videos sind etwas ganz Besonderes: die schlichte Ästhetik, der weiße Hintergrund vor dem die Magie entsteht, Lisa’s Stimme mit dem britischen Akzent… Es ist jedes Mal ein Ausflug in die wunderbare Welt des Schön-Seins, ich liebe es!

Diese Blogs nämlich oder besser, die Persönlichkeiten dahinter, sind tatsächlich mein Antrieb gewesen. Es gibt Tausende Fashion-Blogs im Netz, alleine hier in Deutschland wohl an die 6000. Aber nur einige davon haben ein echtes Gesicht. Für mich ist Mode-Bloggen nicht das Fotografieren mit immer neuen Designer-Taschen und Schuhen, immer zurechtgemacht mit lässig gewelltem Haar… Die Blogger, die ich mag, sind Menschen mit Persönlichkeit, die Mode leben und Outfits mit ihrem Charakter zum Leben erwecken. Sie mischen alt und neu, Designer, Flohmarkt und Vintage und sehen Mode als ein Ganzes, was sich durch das Leben wie ein roter Faden zieht. Das hat mich zum Bloggen bewegt!

Ich habe mir Gedanken über meine zukünftigen Posts gemacht und mich gefragt, ob ich mich denn jetzt tot-shoppen muss, um immer neue Outfits vorstellen zu können… Heute, zwei Wochen nach meinen ersten Schritten, hat sich der Sinn des Bloggen für mich herauskristallisiert: Mode ist Teil meines Lebens. Meine Sachen jedes Mal aufs Neue zu mischen und zwischendurch mit neuen Teilen zu erfrischen, ist das, was ich am besten kann. Darüber werde ich schreiben und auch zeigen in der Hoffnung, dass es euch gefällt und genauso inspiriert!

💋Eure Magdalena

 

 

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